Unser erster Workingtest – ein Tag voller Überraschungen
Wenn man seinen allerersten Workingtest antritt, weiß man oft nicht so recht, was einen erwartet. Genau so ging es mir und meiner Labrador-Hündin „Always remember NIVA’s hunters life“ am 15. November 2025. Die Dummy A hatten wir erst im Sommer bestan-den, und kaum hatten wir uns davon erholt, stand schon die nächste Herausforderung vor der Tür.
Unsere Strategie: ohne große Erwartungen starten – dafür mit Offenheit, guter Laune und einer ordentlichen Portion Teamgeist.
Der Tag begann um 8 Uhr, im Südschwarzwald in Bollschweil, mit der Abgabe der Prüfungsunterlagen. Ich war leicht aufgeregt, Niva dagegen, wirkte, als hätte sie alles schon hundertmal gemacht.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Sonderleitung ging es dann gegen 8.30 Uhr für die Starter der Anfängerklasse ins Gelände.
Wir wurden in drei Kleingruppen eingeteilt und absolvierten im rollierenden System die Aufgaben der Richter. Das Gelände war abwechslungsreich und bot eine schöne Mischung aus Wiese und Wald – perfekt für einen vielseitigen Workingtest. Die Auf-gaben selbst waren anspruchsvoll, aber fair gestellt und verlangten eine ausgewogene Kombination aus Ruhe, Aufmerksamkeit und Arbeitsfreude. Kurz gesagt: ein gutes Programm, um als Team zu zeigen, was man kann, ohne überfordert zu werden.
Als es zur Siegerehrung ging, war ich schon unglaublich zufrieden, dass wir alles souverän und harmonisch gemeistert hatten. Umso größer war dann meine Über-raschung, als unser Team tatsächlich mit einer vorzüglichen Bewertung und dem dritten Platz aufgerufen wurde. Ich war einen Moment lang völlig sprachlos - zugegeben, ich bin es selbst beim Verfassen dieses Artikels noch – Niva hingegen wirkte so, als sei das das selbstverständlichste Ergebnis der Welt.
Niva (Foto: Eva Binder)
Organisatorisch war der Workingtest ein Paradebeispiel für Struktur und Herzblut. Sowohl am Vormittag in der Anfängerklasse als auch später in der Fortgeschrittenen-klasse, lief alles ruhig, durchdacht und absolut professionell ab.
Ein großes Dankeschön geht an die Richter Barbara Reppermund, Ursula Friedrich und Jörg Mente. Ihre Aufgaben waren durchdacht, fair und angenehm klar gestellt – und die Geduld, mit der jede noch offene Frage beantwortet wurde, war Gold wert.
Ebenso herzlich möchte ich mich bei der Sonderleitung bedanken: Heike Pfefferle und Tina Sauer und das Orga-Team mit Gisela Seip, Bärbel Walter und Sabine Bleul. Was sie jedes Jahr für dieses Event auf die Beine stellen, ist beeindruckend und verdient höchste Anerkennung.
Und natürlich - Herzlichen Glückwunsch an unsere MitstreiterInnen zu ihren bestandenen Prüfungen in der Anfängerklasse. Ganz besonders zu den tollen Platzierungen von Petra Beringer und „Ilari Troll vom Finckenhorst“ (vorzüglich und Platz 1) sowie Sylvia Fleischer-Bubeck und „Ash Creek A Kind of Magic“ (vorzüglich und Platz 2) und nicht zu vergessen der Auszeichnung zum „Judges Choice“ für Lea Rakete und „Inverness Golden I'm like a Bird“.
Sieger Anfängerklasse (Foto: Peter Seip)
Für uns war dieser erste Workingtest ein Tag, der Mut gemacht, Freude geschenkt und unser Vertrauen als Team noch einmal gestärkt hat.
Und vielleicht zeigt er eines besonders schön: Manchmal ist es genau richtig, mit wenigen Erwartungen – aber umso mehr Herz – zu starten.
Blicken wir also mit Vorfreude in Richtung 2026 und sind gespannt, was die „Workingtestwelt“ in der Zukunft für uns bereit hält.
(Eva Binder mit Labrador-Hündin „Always remember NIVA‘s hunters life“)
Eindrücke vom gesamten WT (alle Fotos: Peter Seip):





