Mock Trial Novice am 12.04.26 an der Eschach



Foto: Thore Brockhoff

„Trial is over.“ Drei Worte. Drei Worte und der Rausch ist vorbei.
Ein Sonntag im April, eine große Wiese bei Dunningen im Schwarzwald, neben uns plätschert die Eschach, links und rechts haben sich Schützen positioniert. Es wird die letzte Runde an diesem Nachmittag für meinen Hund Max (Gundog’s Choice Maxwell) und mich sein. Das erste Dummy fällt mittig ans Wiesenende, kurz darauf wird ein weiteres mit dem Launcher von rechts nach links in die Bauminsel geschossen. Der Winkel ist eng, die Verleitung groß, als wir von Wayne Carlisle (NIR) die Aufgabe bekommen, natürlich das erste Stück zu holen. Mit ein wenig Handling ist nicht nur dieser letzte Retrieve geschafft, sondern auch unsere Mocktrial-Premiere, zu der die LG Südwest eingeladen hat. „Trial is over.“ Erst mal durchatmen.

Natürlich wusste ich vorab, dass diese Prüfungsform anders sein wird, sie einen mehr fordert als ein gewöhnlicher WT. Keine Pausen zwischen den Aufgaben, alles merken, was passiert, auch wenn man gerade nicht dran ist – und dazu noch eine größere Dummy-Vielfalt. Entsprechend nervös war ich tatsächlich schon Tage zuvor,  doch der Empfang bei der Anmeldung durch das SL-Team um Dietmar Erb und Sabine Müller war so herzlich und entspannt, dass sich die Nervosität besserte, zumindest ein wenig. Die Stimmung unter den Startern war ebenfalls gut, auch wenn der eine oder andere sich ein wenig mehr am Samstag erhofft hatte, sich aber niemand in der Novice-Klasse platzieren konnte.

Das Richterteam Zsolt Böszörmenyi (HU) und Wayne Carlisle (NIR), Prüfungsleiter Bernd Janich (D) sowie Jochen Waschke, der als Steward of the Beat die Aufgaben kreiert hat, stehen bereit. Bevor es aber losgeht, noch fix eine Startnummer ziehen. Wieder so eine Besonderheit beim Mock Trial. Wir erwischen eine Nummer im Mittelfeld der 13 Teilnehmer. Während Dog Steward Belinda Wurst die ersten vier Gespanne zu den Richtern schickt, haben wir so etwas Zeit, um erst einmal zu schauen, was auf uns zukommt, müssen aber für unseren ersten Retrieve nicht bis zum Ende ausharren.

Dann fallen auch schon die ersten Marks, Blinds werden beschossen. Als wir an der Reihe sind, schickt uns der Dog Steward mit netten Worten zu Zsolt. Es fällt ein Doppelmark mittig zwi-schen Waldkante und Bachlauf annähernd in die gleiche Area. Erst wird ein Hund von Wayne geschickt. Nun sind wir dran. Tja – und dann war es das auch schon fast. Von wegen alles merken. Ich hatte keinen Plan, welches Dummy noch liegt - und wo, nur so ungefähr. Max findet glücklicherweise kurz vor knapp, wir dürfen weitermachen. Immerhin.

Aus der Runde davor lag noch ein Memory im Altgras. Als der Hund neben uns dieses nicht bringt, sind wir schon wieder dran. Die Linie ist schön, kurze Suche, gefunden. Weiter geht es in Runde 2 bei Wayne. Aber nur noch für uns und ein weiteres Team, alle anderen sind aus unter-schiedlichen Gründen schon ausgeschieden. Wir arbeiten noch drei Runden weiter, bis die drei erlösenden Worte zu hören sind.

Am Ende des Tages stehen nicht nur die Freude über Platz 1 (vzgl) und den Judges Choice, sondern auch die Erkenntnis, dass diese Prüfungsform wirklich viel Spaß macht, auch wenn Freud und Leid so dicht beieinander liegen. Zum Glück sehen meine mitstartenden Freunde Anja und Axel das ebenso, so dass wir uns als Orga-Team freuen, im November beim Holledauer Hopfencup auch einen Mock Trial anbieten zu können (Ausschreibung folgt).
Wir freuen uns auf euch!
(Katharina Blum mit Gundog's Choice Maxwell - Platz 1 vzgl. mit Judges Choice)


Foto: Katharina Blum