Berichte

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APD/R A „uff de Kutt“ am 07.05.16

APD/R A „uff de Kutt“ am 07.05.16

Was für ein gigantisches Wochenende in Oppenau „Uff de Kutt“,

Bereits am Freitagnachmittag machten meine gerade mal 14 Monate alte Fay und ich uns mit dem Wohnmobil auf den Weg zur Dummy A Prüfung in Oppenau. Querfeldein nur  200 km aber in herrlicher Landschaft durch die Dörfer, fuhren wir mal gut 3 ½ Stunden. Der Schwarzwald ist wunderschön, aber die Schwarzwald-hochstraße mit ihren vielen Kurven hat es in sich.

Dann am Samstagmorgen ging es los. Ich, trotz wunderbarer Nachtruhe vor Ort, recht angespannt, traf lauter nette und gutgelaunte Leute – die einen genauso nervös, die anderen etwas lockerer.

Dann die herzliche Begrüßung durch die Sonderleitung Sybille Keßler und Family.  Hier bekamen wir unsere Startnummer, die 16 – oh je auch noch die letzte Starterin…, aber was soll‘s, machen wir das Beste draus, dachte ich mir.

Als dann die Richterin Petra Beringer eintraf und zusammen mit der Sonderleitung eine sehr angenehme Atmosphäre schuf, nahm der Tag für uns einen ungewöhnlich guten Verlauf.

Wir begannen mit der kleinen Suche in einem bewaldeten Hang. Von Stechpalmen über Heidelbeersträucher und kleinen Tannen war alles dabei. Das Suchengebiet war recht klein gehalten und ich pfiff Fay zwei Mal wieder ins Suchengebiet rein, wobei sie sich sofort korrigierte und ihre Nase schön einsetzte. Von 5 Dummies durfte sie 4 bringen. Diese Aufgabe brachte uns 19 Punkte.

Nach einer weiteren Wartezeit, welche durch ausgesprochen nette Mitstarter stark verkürzt wurde, kamen wir zur zweiten und dritten Aufgabe. Wir begannen mit einer Markierung, welche einen recht steilen Waldhang nach unten über einen kleinen Bach geworfen wurde. Hier war die Krux, dass die meisten Starter ihren Hund erst selbständig markieren ließen und erst dann eingriffen, als der Hund schon weit weg von der Wurfstelle war. Da in dem Hang jedoch ein Licht-Schattenspiel stattfand, war eine schnelle Hilfe des Hundeführers durchaus empfehlenswert. Als unser Mark fiel, schickte ich Fay nach der Freigabe mit einem leisen „Apport“ – sie flitzte direkt nach unten über das Bächlein einen halben Meter am Dummy vorbei, hörte meinen kurzen Stopppfiff mit sofortigem Suchenpfiff, drehte sich um und kam rasch mit ihrer Beute zu mir. Petra lobte uns für das schnelle Eingreifen und die schöne Arbeit von Fay.  Wir bekamen 20 Punkte.

Dann ging es gleich weiter zum Appell. Auf einem Waldweg machten wir unseren kleinen Walk-up, die Werferin lief ca. 20 Meter vor uns, wir gingen ein Stückchen geradeaus, dann kam eine Linkskurve und nach einem Schuss, bei welchem wir stehen blieben und Fay sich brav neben mich setzte, flog das Mark rechts auf einen Wiesenhang. Ach, da sind ein paar Blümchen, dachte ich mir noch, war dennoch überrascht, dass die Wiese das Dummy regelrecht verschlang. Dann marschierten wir ein Stückchen weiter bis ein zweiter Schuss fiel. Von hier aus durfte ich Fay auf das Memory schicken. Also schickte ich sie gut ausgerichtet „voran“ und stoppte sie auf der Höhe, auf welcher ich das Mark vermutete. Sie schaute mich an, ich zeigte leicht nach rechts mit gleichzeitigem Suchenpfiff, Fay nahm auf und kam freudig mit dem Stück zu mir. Mein persönliches Highlight: Petra klopfte mich auf die Schulter und fragte, wie ich dies so gut markieren konnte, weil sie selbst bei diesem Mark Schwierigkeiten beim Markieren hatte. Das war ein schönes Kompliment an mich und an meine sehr gehorsame Fay. Auch hier wurden wir mit 20 Punkten belohnt J.

Nun stand nur noch der Wasserapport vor uns und ich konnte innerlich entspannen, da wir Wasser und deren verschiedene Einstiege von Schilf über Steileinstiege, etc. gut trainiert hatten und auch Schütteln für uns kein Thema mehr ist. Aber man kann ja nie wissen, was in der Prüfungssituation vielleicht anderes kommt, als man es unter normalen Umständen kennt.

Bis zum Wasserapport hatten wir allerdings eine längere Pause. Es gab Kaffee und Kuchen und herrschte weiterhin eine fröhlich entspannte Atmosphäre, zu welcher unsere Richterin und die netten Teilnehmer maßgeblich beitrugen. Nun ging es ans Wasser. Während es die Dummy A Leute verstanden, die Wartezeit bei herrlich Sonnenschein am Wasser zu genießen, durften in der Zwischenzeit zwei F-Starter ihre Suche ablegen.

Das Wassermark fand in einem wunderschönen badetauglichen Weiher statt. Ein Teilnehmer nach dem anderen kam mit zufriedenem Gesicht zurück. Dann waren wir an der Reihe. Die Markierung flog von der gegenüberliegenden Seite schön ins Wasser. Ich war erstaunt, dass es  einen solch ebenerdigen Einstieg in ein tiefes Gewässer überhaupt gibt, Fay ging es wohl genauso, sie prüfte ob sie gleich losschwimmen kann und holte das Dummy zuverlässig und schüttelte sich erst nachdem sie bereits wieder angeleint war. Auch diese letzte Aufgabe brachte uns 20 Punkte und das Kompliment „Superstreber“.

Was soll ich sagen? Nun einen Tag nach dem Start schreibe ich diesen Bericht und stehe immer noch glückselig neben mir.

Von den letztendlich 15 Startern der Dummy A haben 2 leider nicht bestanden. Fay und ich durften mit unseren 79 Punkten den 1. Platz mit nach Hause nehmen.

Bei der Dummy F starteten 2 Teams, von welchen eins bestand.

Zum Abschluss möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei der Sonderleitung, unserer Richterin Petra Beringer, welche sich immer Zeit nimmt, alles sehr genau zu erklären, und beim Wettergott bedanken.

Uff de Kutt, schön ist es hier!

Alles Liebe

Tanja Köder mit Cairngold’s Aberdeen Fay