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Bericht: Dummyprüfung „Uff de Kutt‘ am 12.05.2018

Dummyprüfung „Uff de Kutt‘ am 12.05.2018Hundekoepfe mit DRC Hintergrund

 

Die Zeit war reif, und ICH endlich bereit, für die Dummyprüfung mit Chrisper (Inverness Golden Cracker Jack). Mein Goldenrüde, als Multichampion bereits ein echter Showprofi, ist auch für die   Arbeit mit dem Dummy stets zu begeistern. Ein Prüfungssiegel sollte unsere Teamarbeit bestätigen.

Bei schönstem Frühlingswetter machten wir uns so auf den Weg nach Oberkirch,“Uff die Kutt“, um dort unser Können aus bisherigen Dummytrainings unter Beweis zu stellen. Da ich aus dem Training weiß, wie Chrisper mit dem Dummy arbeitet, war mir klar, dass er das schaffen kann. Wenn das nicht gelingen soll, dann fast nur, weil ich überhaupt kein Prüfungsmensch bin und in solchen Situationen oft selbst out of control gerate. Deshalb haben wir uns die Situation einer Prüfung lange erspart.

Allen Mut zusammengefasst und den Wunsch im Gepäck, den Tag erfolgreich zu bestehen, trafen wir nach knapp 2 Stunden Fahrt pünktlich am Parkplatz des wunderschönen Trainingsgeländes „Uff de Kutt“ ein. Hier empfing uns die Sonderleiterin Sybille Keßler bereits mit ermunternden und herzlichen Worten. Es nahm auch etwas von der Anspannung zu sehen, dass andere Teilnehmer ebenso aufgeregt sind. Schließlich gibt es trotz gutem Gefühl, ja auch Tagesformen beim Hund ;-)

Bereits bei der Erledigung der Formalitäten wurde klar, dass der Tag gut strukturiert und wie gewohnt, bestens von der Sonderleiterin und Ihrem Helferteam organisiert ist. Die Gruppeneinteilungen standen fest, Startnummern wurden vergeben und schon traf die Richterin Petra Beringer am Prüfungsort ein. Nach der Begrüßung und den motivierenden Worten von Petra startete die erste Gruppe mit dem ersten Fach.

Wir starteten in der Gruppe 1 mit 6 Teams, unter anderen mit Natalie Keßler und Mala. Im Gespräch während den Wartezeiten stellten wir fest, dass wir ganz unterschiedliche Anforderungen an den Tag stellen. Natalie wollte, nicht wie ich, die Prüfung bestehen, denn ihre Hündin hatte die Prüfung bereits zwei Jahre vorher bestanden. Sie wollte zusätzlich sogar Tagessiegerin werden. Somit vereinbarten wir, wenn Natalie Tagessiegerin wird und ich erfolgreich bin, mit dem Tagessieg hab ich nicht geliebäugelt, dann schreibe ich diesen Bericht.

Gut begleitet durch Natalie und mit Chrisper als Teampartner an meiner Seite konnte es losgehen. Als Erstes stand die Kleine Suche an. Dies war eine sehr faire Entscheidung der Richterin. So konnten die Hunde ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen, bevor in den weiteren Fächern Steadiness und Fußarbeit abgefragt wurden.

Meiner Anspannung nutzte das weniger und ich war wie paralysiert, als wir zum Start liefen. Mein Hund im Gegenzug freute sich, endlich aktiv sein zu dürfen. Mit Begeisterung machte er sich auf die Suche in dem interessanten Gelände mit viel Bewuchs und Altholz, das trotz der geringen Entfernungen der Dummies, durch seine Hanglage doch seine Schwierigkeiten bot. Chrisper machte seine Sache gut und brachte alle gewünschten Dummies zurück. Auch in der Einzelmarkierung Land, die ebenso ihre Besonderheit mit der nicht sichtbaren Fallstelle hatte, und beim Appell und Memory zeigte Chrisper sich von seiner allerbesten Seite. Schnurstraks lief er zu den Fallstellen, pickte und kam zurück. Hier hätte er ohne mich voll punkten können. Meine Anspannung ließ mich unaufmerksam sein und ich feierte diesen Erfolg wohl zu voreilig ;-). Nun ging es zur Einzelmarkierung am Wasser. Obwohl ich weiß, dass Chrisper ein richtiger Retriever ist und das Wasser nicht scheut, hatte ich doch Bedenken. Chrisper nimmt das Wasser wunderbar an, hat aber häufig das Bedürfnis sich vor der Ausgabe noch zu schütteln. Und so kam es auch. Schütze und Helfer in sichtbarer Nähe wurden ignoriert und absolut steady wartete er auf mein „Apport“. Ein Satz und weg war er, um eiligst mit dem Dummy wieder zurück zu schwimmen. Dann der Moment – ablegen, schütteln, wieder aufnehmen, bringen. Schweißperlen auf meiner Stirn und dies nicht nur der mittlerweile fortgeschrittenen Tageszeit mit ganz viel Sonnenschein wegen. Ich hatte Glück und kam in Besitz der Beute.

Erleichtert, dass wir alle Prüfungsfächer geschafft haben und mit einem guten Gefühl im Bauch, fiel nach und nach die Anspannung ab. Endlich konnte ich durchatmen und die Atmosphäre des tollen Geländes „Uff de Kutt“ an diesem sonnigen Frühlingstag genießen.

An diesem Tag starteten 18 Teams zur Arbeitsprüfung mit dem Dummy. Davon 4 Goldens, 12 Labbies und 2 Flats. Leider haben es 5 dieser Teams nicht geschafft. Die restlichen Teilnehmer konnten sich nun über ihre Urkunden, die von der Richterin Petra Beringer überreicht wurden, freuen.

An der Stelle freute sich auch Natalie Keßler, denn sie wurde tatsächlich mit 75 Punkten Tagessiegerin. Auch ich freute mich, über meinen aufgebrachten Mut und besonders über meine Urkunde und den erfolgreichen Tag „Uff de Kutt“.

Ein spannender aber kurzweiliger Tag, der uns noch lang in Erinnerung bleiben wird, ging so zu Ende.

Ein besonderes Lob an dieser Stelle nochmal an das Organisations- und Helferteam um die Sonderleiterin Sybille Keßler, die diesen Tag so gut geplant und begleitet haben. Ebenso DANKE auch an Petra Beringer, die als faire Richterin mit aufmunternden Sätzen, unterstützend und mit ganz viel Empathie auf die einzelnen Teams einging.

Ganz zum Schluss noch herzlichst Danke an den besten Hund der Welt, der trotz dem Herzklopfen seiner nervösen Führerin ganz souverän gearbeitet hat und mit für den Erfolg gesorgt hat.

Helmine Müller mit Inverness Golden Cracker Jack