Berichte

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Wesenstest am 20.03.2021 In Rottweil – neuer Hund, neue Prüfungsordnung

Wesenstest am 20.03.2021 In Rottweil – neuer Hund, neue Prüfungsordnung

Der letzte Wesenstest, den ich mit einem Hund absolviert habe, liegt bereits einige Jahre zurück: 2016 bin ich ihn, noch nach alter Prüfungsordnung, mit meiner Hündin Phoebe gelaufen.
Neuer Hund – neue Prüfungsordnung. Ich war gespannt und auch ein wenig aufgeregt, denn obwohl ich den Bericht über den „neuen“ Wesenstest in der Clubzeitung gelesen habe und auch die Prüfungsordnung genau durchgegangen bin, muss so etwas Theoretisches ja erst einmal mit Leben gefüllt werden, um es zu verstehen.
Die Fragerunde zu Beginn über die Lebensumstände des Hundes ist nicht mehr so ganz ausführlich. Beispielsweise wird nicht mehr gefragt, ob der Hund im ländlichen oder städtischen Umfeld aufwächst, ob er im Rudel lebt oder Kinder im Haus sind. Beim Spaziergang wird nun nicht mehr ständig die Richtung gewechselt. Es ist eher wie ein Spaziergang im normalen Leben, da rennt man ja auch nicht dauernd hin und her. Wirklich anders gestaltet sich die Situation mit der Menschengruppe. Wurde früher eine Art Fahrstuhlsituation simuliert, gilt es heute, durch eine „Fußgängerzone“ zu laufen. Die Helfer bewegen sich und reden miteinander, während der Hundeführer mit seinem abgeleinten Hund durch die Gruppe geht. Die Kontaktaufnahme kommt hier ausschließlich vom Hund selbst. Gespielt wird nun nur noch mit dem Hundeführer, mal mit und mal ohne Spielzeug. Die Situation, in der der Hund auf die Seite gelegt wird, gibt es nicht mehr. Neu ist auch, dass darauf geschaut wird, ob der Hund Suchverhalten zeigt und wenn ja, in welcher Intensität.
Bestand die Beurteilung früher noch aus einem längeren Text, so findet sich nun am Ende der Beurteilungsbögen ein Netzdiagramm. Also eine grafische Darstellung von Werten mehrerer Kategorien in Form eines Spinnennetztes. So erhält man recht schnell einen Überblick über Stärken und Schwächen seines Hundes.

Mein Fazit zum neuen Wesenstest: Irgendwie anders und doch gleich.

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(Foto: Bianca Gehrmann)

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(Foto: Bianca Gehrmann)

Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pause war dies auch mein erster Tag in einem größeren Kreis von „Hundeleuten“. Altbekannte Gesichter wurden schnell entdeckt, neue Menschen kennengelernt. Während man auf seinen Einsatz als Prüfling oder Helfer wartete, nahm man in der Sonne auf Bänken Platz und schwelgte in Hundethemen. Ich fühlte mich wie in einer Blase voller guter Laune, Zuversicht und Freude. Die verrückte Welt blieb für ein paar Stunden draußen. Es war herrlich!
Zum Wohlbefinden hat die Sonderleitung Ursula Striffler samt fleißiger Helfer beigetragen: durstige Kehlen und hungrige Mägen wurden mit diversen Getränken und Maultaschen mit Kartoffelsalat versorgt. Ein herzliches Dankeschön an alle.
Auch Richterin Birgit Muhr gebührt ein großes Lob. Mit ihrer ruhigen und empathischen Art machte sie es den Prüflingen, vor allem den Unerfahrenen unter ihnen, einfach, gut durch diesen Test zu kommen. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön.

(Connie Zunftmeister mit Flatgold´s Out and About alias Liese)